Was fragt man denn so?

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing, XPress

Ein Kollege kam einen Monat nach dem Neustart von xpress-upgrade.com zu mir: „Na, was hat’s gebracht?“. Meine Antwort „viele Fragen“ stachelte seine Neugier an und mündeten in der knappen Frage: „Was fragt man denn so?“ Unser schneller Wechsel zwischen „Anmache“, Blödelei und ernsthafter Thematisierung verblüfft häufig unsere Mit-Uns-Arbeitenden. Wir pflegen mit Lust und Laune das Spiel mit dem Unpräzisen, um das Thema weiter zu öffnen, damit mehr Präzision entstehen kann. Um den Leser jetzt mitzunehmen: „Was fragt man denn so?“ – Das war seine ernsthafte Frage nach den Wechselwirkungen von momentanen Entwicklungen und dem Aufbau von Websites. Ein Blick in mein „Logbuch“ brachte ein Ergebnis.

Das große Missverhältnis in der Werbung

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing

Sei es bei der Partnerwahl oder im Business: Bei Werbung gibt es mindestens zwei Parteien.

  1. Den Produkt- oder Leistungsanbieter – den Adressierenden
  2. Den Kunden – den Adressaten

Häufig sind jedoch im Geschäftlichen vier Parteien involviert:

  1. Den Produkt- oder Leistungsanbieter – den Adressierenden
  2. Die Agentur, die gestaltet und produziert
  3. Das Medium: Zeitschrift/Zeitung, TV, Internet, Apple store usw
  4. Den Kunden – den Adressaten

Uber Punkt 1 und Punkt 4 müssen wir nicht diskutieren. Und ob man eine Agentur (Punkt 2) involvieren will, sei hier auch nicht Thema des Gedankenspiels. Punkt 3 – welches Medium man in welchem Umfang für Werbung nutzen sollte, das ist für Viele eine Überlebensfrage der nächsten Jahre.

Corporate Wording oder «Achte aufs geschriebene Wort!»

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing

Marketing-Give-Away_bloglogoStändig «sagen» Sie etwas über Ihre Firma und über Ihre Produkte/Dienstleistungen auf Ihrer Homepage, im Blog, vielleicht auf Twitter und natürlich im Print-Produkt. Vergessen Sie dabei nicht: Wenn der Kunde will, dann informiert er sich über Sie und Ihre Produkte – meist im Web.

Wie intensiv Sie die Kommunikation mit Ihren Kunden heutzutage auch betreiben: Das geschriebene und gesagte «Wort» wird entgegen allen Unkenrufen von den Vertretern der bunten Bilderwelt wieder deutlich wichtiger.
Und wir prophezeien: Sie werden in Zukunft immer mehr schriftlich kommunizieren – und das Internet vergisst dabei nicht ein Wort!

Wichtige Fakten: Das «Wort» schafft mehr Vertrauen als ein glattes Produktbild oder eine Grafik (– grössere Emotionen kann man jedoch mit Bild oder Farbe erreichen). Gefährden Sie Ihre Glaubwürdigkeit und somit Ihre Existenz oder die Ihrer Firma also nicht durch unüberlegtes «Geplapper».

Die Konsequenz

Überprüfen Sie kritisch die Ausdrücke, mit denen Sie und Ihre Firma sich und Ihre Produkte oder Dienstleistungen schmücken:

  • Gibt es vielleicht Widersprüche in Ihren Aussagen? – Plakatives Beispiel. Slogan: «Wir sind immer für Sie da» versus Ansage am Anrufbeantworter: «Unsere Zentrale ist von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr besetzt.»
  • Wird eventuell zu dick aufgetragen?
  • Sind alle Begriffe eindeutig und dabei positiv? Plakatives Beispiel: «Montags geschlossen!» versus «Dienstag Mittag bis Sonntag Abend geöffnet!»
  1. Erstellen Sie eine Liste der positiven Begriffe und Formulierungen.
  2. Begrenzen Sie die Vielfalt.
  3. Vergessen Sie auch nicht die Liste mit den Ausdrücken, die keinesfalls benutzt werden sollen.

PS

Überprüfen Sie doch mal meine Wortwahl und meine Beispiele auf die vorgenannten Punkte.

Corporate X: CD, CI, CL, CW usw.

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing

Faszinierende Zeiten: Da gibt man als Kursleiter einen Basis-Kurs für ein Print-Programm, und schon nach zwei Stunden landet man in ganz kurzen Diskussionen über das CD – das Corporate Design von Firmen. Nach vier Stunden werfen Kursteilnehmer und der Kursleiter dann ein kurzes Spotlight auf CL oder CW: Corporate Language und Corporate Wording. Fast unweigerlich beginnt im Kurs neben dem Erlernen des Programms die Fokussierung auf Stil und ‹gelebte› Struktur.

Parallel fand der «Crashkursus Drucksachengestaltung» statt. Fazit nach dem Kurs: «Toller Kurs, aber ‹meine Firma› hat bis jetzt gar keine Regeln: keine Regeln für die Gestaltung und die Benutzung der Typographie (CD), keine Regeln für die Benutzung von Wörtern (CW) und keine Regeln, in welchem Sprachstil für Produkte geworben oder in welchem Sprachstil auf Reklamationen (CL) geantwortet wird.» und «Weil wir bis jetzt keine Regeln haben, ‹eiern› wir immer so ’rum.» und «Ist gar nicht so schwer für KMU, ein funktionierendes Regelwerk aufzustellen.»

Damit wir uns nicht missverstehen: Diese Regeln dienen in erster Linie dem Kunden. Die Regeln sollen den ‹Wohlfühlfaktor› zu Ihrer Firma erhöhen. Wenn die Regeln auch Ihre eigene Arbeit erleichtern, dann haben wir einen weiteren und erwünschten Effizienz-Faktor. Denn Regeln lassen sich in Software abbilden und beschleunigen die Prozesse. Und Regeln sind nur Regeln – sie lassen sich mit Verstand anpassen.

Warum bekommen diese Corporate-Themen (grosser Begriff CI = Corporate Identity) mittlerweile solch ein Gewicht schon in Anfänger-Kursen? Alle Kursteilnehmer wissen oder spüren heute, dass ihr Print- und noch viel mehr ihr Web-Auftritt pures Marketing ist. Sie sehen (oder spüren), dass es Brüche zwischen den einzelnen ‹Auftritten› ihrer Firmen gibt. Und sie bekommen in den Kursen im ersten Moment eher technische Antworten – im zweiten Schritt dann aber Ideen, wie sich ein Regelwerk entwickeln lässt oder wie man es mit Nachdruck einfordern kann.

Marketing-Give-Away_bloglogoWie geht es weiter?

Dieser Beitrag ist der ‹Starter› für die neue kleine Serie «Corporate X – unser Marketing Give-Away» in unserem Blog. In dieser Serie kümmern wir uns um die Wechselwirkungen zwischen Inhalt und Form im Marketing und im Publishing fürs Web und für den Druck; für den Schreibstil im Blog und im Gedruckten; für das Aussehen des Logos auf der Homepage und im Druck.

PS:

Haben Sie meine ganz persönlichen Regeln für die Anwendung der einfachen (‹einfach›) und der doppelten («doppelt») Anführungszeichen erkannt? Bin ich in der Anwendung konsequent geblieben?