The Times They Are A-Changin’

Written by Detlev Hagemann. Posted in Agiles Publishing, Print-Publishing, Tablet Publishing, Web-Publishing

Ruhig war’s dieses Jahr in meinem Blog geworden. Die intensive Arbeit an unserem Buch „Agiles Publishing“ hat uns drei Schreiber – Georg Obermayr, Matthias Günther und mich – aus vielen Diskussionen unserer Branche herausgehalten.

Doch nun sind wir fast fertig. Alle Kapitel sind geschrieben, die letzten Seiten werden layoutet. Das Lektorat arbeitet die ersten Seiten durch, während unsere Beta-Leser mit den letzten Kapiteln „gefüttert“ werden. Einige Verhandlungen über Vertriebswege und über das Cover stehen noch an …

Um was geht’s in unserem Buch?

Kurzgefasst:

  • um Veränderungen im Publishing und Marketing
  • um erforderliche Schritte, damit Veränderungen zu positiven Entwicklungen werden
  • und um die Beweglichkeit (Agilität), Veränderungsschritte einleiten und durchführen zu können

Eine Woche „Agile Publishing“

Written by Detlev Hagemann. Posted in Apps, Print-Publishing, Tablet Publishing, Web-Publishing

Logo Agile PublishingVor einer Woche haben wir (Georg Obermayr, Matthias Günther und Detlev Hagemann) unser Kickstarter-Projekt Agile Publishing gestartet. Die Zeit der „geheimen“ Projektplanung war schon sehr spannend – die erste Woche in der Öffentlichkeit war noch viel spannender.

Intensive Diskussionen und überwiegend sehr konstruktive Kritik mit Medienschaffenden zeigen uns, dass das Thema, aber auch die Art der Finanzierung genau den Nerv unserer Branche trifft.

Familie Ebrahimi verkauft Quark an Finanzinvestor

Written by Detlev Hagemann. Posted in Print-Publishing, Tablet Publishing, XPress

Anfang August veröffentlichten Quark und natürlich auch der Übernehmer Platinum Equity die Meldung, dass der Softwarehersteller ab sofort einen neuen Besitzer hat.

Übernahmen in heutigen Zeiten werfen immer Fragen auf: z.B. nach dem Übernahme-«Objekt» und nach dem Übernehmer.

Neuer Besitzer: Finanzinvestor Platinum Equity

Diese private Firma gehört dem Multimilliardär Tom Gores mit interessantem Migrationshintergrund mit Wurzeln im vorderen Orient. Platinum Equity besitzt als Finanzinvestor den Ruf einer insgesamt «guten Heuschrecke». Aus dem IT-Bereich sind uns bis jetzt keine feindlichen Übernahmen bekannt geworden. Bei einigen Übernahmen im Chemie-/Pharma- und im Autozulieferer-Bereich fällt das öffentliche Echo vor allen Dingen bei Arbeitnehmern gemischter aus.

Im Portfolio von Platinum Equity befindet sich hingegen keine Firma, die Konkurrenz-Produkte zu den Quark-Produkten anbietet. Platinum Equity lässt zudem verlautbaren, dass sie durch Zukäufe von anderen Firmen und Technologien sowie Investitionen die Position von Quark ausbauen möchte.

Alte Besitzer: Fred Ebrahimi und Familie

Quark war bis dato eine private Firma im Familienbesitz mit «Chef»: Fred Ebrahimi besitzt ebenfalls einen Migrationshintergrund mit Wurzeln im vorderen Orient. Er ist eine äusserst charismatische Person und setzte im geschäftlichen Umfeld häufig ungewöhnliche Akzente: z.B. kaum Geld in Marketing und Werbung.

Spektakulär war 1998 das Übernahmeangebot, das Quark dem Konkurrenten Adobe machte, nachdem 300 Arbeitsplätze (damals 10% der Belegschaft) gestrichen werden mussten und Adobes Aktienkurs in den Keller rutschte. Adobe konnte die Übernahme durch seine Aktionärsgesetze erfolgreich abwehren. Adobe hatte die Lektion gelernt und wuchs nun rasch durch frisches Geld und durch den Zukauf von Konkurrenten (z.B. Macromedia).

Fred Ebrahimi selbst entwickelte seit 1998 hingegen keine erfolgreiche Strategie mehr, Quark durch Zukäufe wachsen zu lassen.

Anfang 2005 trat er als CEO zurück, war aber weiterhin Mitbesitzer. Seit diesem Schnitt ist das Geschäftsverhalten von Quark mit anderen Firmen vergleichbar – oder sogar umgänglicher.

Die Ära Raymond Schiavone

Seit Raymond Schiavone 2006 als CEO und Präsident zu Quark kam, haben sich die Firma und gleichzeitig auch die Publishing-Anforderungen stark verändert.

Quarks strategische Antwort auf die neue Umgebung: Definition des Begriffs «Dynamic Publishing» und Entwicklung der dazu notwendigen Technologien.
Die daraus resultierende Aufgabe: Die damit verbundenen Vorteile sowohl für das Print- als auch für das digitale Publishing breiten und neuen Kundenschichten bekannt zu machen – neben der Publishing-Industrie auch den Branchen Fertigung, Life Sciences, Regierungsbehörden und Finanzdienstleistungen. Bekannteste neue Kunden aus diesem Bereich: die Bank of America, das irische Parlament und das CIA.

Da Quark in neue Märkte expandieren und neue Kundengruppen ansprechen will, haben die bisherigen Eigentümer von Quark erkannt (oder sie liessen sich überzeugen), dass die Firma eine Partnerschaft mit einem Unternehmen braucht, das über «mehr Marktreichweite und mehr Erfahrung in den Bereichen Mergers & Acquisitions sowie Operations verfügt, um Quarks Dynamic Publishing Vision zu unterstützen und weiterzuverfolgen».

Der Verkauf an Platinum Equity bietet nun die grosse Chance, dass Quark sich in diesem Sinne breiter aufstellen kann – seien wir gespannt, ob die Chance genutzt wird.

Interessanter Nebenaspekt:
Platinum Equity steigt in dem Moment ein, wo Quark mit dem App Studio und XPress 9.1 auch für Einzelkämpfer eine überaus interessante und günstige Lösung fürs Tablett-Publishing anbietet.

Quark kündigt XPress 9 an!

Written by Detlev Hagemann. Posted in Apple Apps, Apps, Hagemanns Publishing-Tipps, iOS, Tablet Publishing, XPress

Quark macht den Kubus grün.
(siehe unser «XPress und Apps»-Beitrag)

Wie von uns erwartet, integriert Quark die wichtigsten Neuerungen im Bereich Tablet- und Smartphone-Publishing:

  1. XPress 9 wird einen zusätzlichen Layout-Typ «App Studio» erhalten – so wie es jetzt schon in XPress 7 und 8 die Layout-Typen Print, Web und Interaktiv (Flash) gibt.
    Services zur Veröffentlichung der Apps und der App-Ausgaben stellt Quark ebenfalls zur Verfügung.
  2. Export fürs ePub-Format
  3. Export für den Blio® eReader – den am besten verfügbaren und vielseitigsten eReader auf dem Markt (gilt momentan nur für Amerika)

Fürs «normale» Layouten gibt es natürlich auch etliche Verbesserungen:

  • Aufzählungen mit Zahlen und/oder Sonderzeichen
  • Bedingte Stile («wenn-dies-vorkommt-dann-so-formatieren»)
  • äusserst flexible Methode, um Marginalien mit dem Text mitfliessen zu lassen (Call-out)
  • Vektorformen als Stil
  • Tabellen können nun mit einer weiteren Methode in die nächste Spalte umbrechen
  • Texteditor/Textansicht – sehr wichtig für ePub
  • Integration weiterer ehemaliger XPert-XTensions wie Cloner und Linker
  • usw.

Natürlich werden wir Sie in den nächsten Tagen über weitere Details und strategische Ausrichtungen informieren.

Sie wollen beim grossen Thema «Dynamic Publishing» up-to-date bleiben? Dann empfehlen wir Ihnen, folgende Seiten als Lesezeichen zu setzen:

XPress und Apps für iOS

Written by Detlev Hagemann. Posted in Apple Apps, Apps, Hagemanns Publishing-Tipps, iOS, Tablet Publishing, XPress

Quark hat für den 23. Februar angekündigt, dass Sie etwas Neues vorstellen möchten. Wir können Ihnen versprechen, dass es sich lohnt, gespannt zu sein …

Aber in der Flut der neuen Informationen wird das eine oder andere Detail bestimmt untergehen – besonders, wenn es das Thema «Dynamic Publishing» betreffen sollte. Hier nochmal ein kurzer Überblick über die Veränderungen und Ankündigungen der letzten Wochen:

  1. Apple spricht mittlerweile bei Apps, die für iPhone oder iPad sein sollen, von Apps für das iOS.
  2. Für XPress 8.5 möchte Quark demnächst (noch im Februar?) eine kostenlose XTension zum Download bereitstellen, um XPress-Layouts mit den App-Funktionalitäten «anzureichern».
    Für diese so erstellten Layouts stellt Quark einen zwar kostenpflichtigen, aber sehr günstigen Service zur Verfügung, der XPress-Layouts in App-Dateien (Ausgaben) für das iOS von Apple umwandelt – also für iPhone und iPad.
  3. Für QPS gibt es diese (XPress 8.5-)XTension schon. Und das «App Studio für das Quark Publishing System®»  gibt es auch schon. Damit könnte jeder QPS-einsetzende Betrieb seine iOS-Apps schon jetzt selbst erstellen.

Wir sind also sehr gespannt, was Quark ankündigen wird:

  • Werden weitere App-Systeme unterstützt werden, so z.B. Systeme für Android, eBook usw. ?
  • Wie könnten dann die Services zur Umwandlung oder zum Einstellen aussehen?
  • Was gibt es sonst noch Neues – was wird den grauen Kubus füllen?


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Tablet-Publishing und die IFRA

Written by Detlev Hagemann. Posted in Apps, iPad, iPhone, Tablet Publishing

Die IFRA EXPO ist die führende internationale Messe für die Zeitungs- und Medienindustrie. Unser Gast-Referent und -Buchautor Georg Obermayr sandte uns einen kurzen Bericht:

«Die IFRA Expo in Hamburg war in diesem Jahr besser besucht als die letztjährige Messe in Wien. Die meisten interviewten Aussteller zeigten sich zufrieden über qualitativ hochwertige Gespräche. Auch der Media Port, an dem jeweils über den ganzen Tag hinweg in Referaten aktuelle Fallstudien und Zukunftsstrategien vorgestellt wurden, war beim Fachpublikum sehr gefragt.

Dieser hohe Zuspruch mag auch am aktuellen «Fetisch» der Branche liegen: dem Tablet. Besonders in der Halle mit den Publishing- und Vorstufen-Systemen gab es kaum einen Stand, an dem nicht auf einem iPad getoucht wurde.  Auch bei den Herstellern von Steuerungs- und Management-Systemen gehört es mittlerweile zum guten Ton, neben der klassischen Desktop-Anwendung auch eine mobile Version in App-Form anzubieten.

Bei der Aufbereitung von Inhalten für das Tablet scheinen sich zwei grosse Entwicklungslinien herauszukristallisieren: Der sehr designorientierte Ansatz etwa von Woodwing (meist integriert von A+F) und der inhaltsgetriebene, automatisierte Ansatz (etwa von Codesco), beispielhaft umgesetzt bei der App des «Spiegel». Jeder Ansatz hat seine Stärken und Schwächen …
Ganz zu schweigen davon, dass die Fragen nach Geschäftsmodellen und «dem-Geld-verdienen» bei dieser höchst dynamischen Marktentwicklung weiterhin umstritten bleiben.»


Anmerkung der SMI:
Der Begriff «Tablet-Publishing» für das Produzieren (zumindest von zeitungsähnlichen, aber meist auch schon generell) von Inhalten für iPad und iPhone scheint seit der IFRA und der Frankfurter Buchmesse nun zu dem Oberbegriff der neuen Medientechnologie geworden zu sein: auf Print- und Web-Publishing folgt nun also das Tablet-Publishing.