Das Karussell dreht sich schneller: Joomla 1.7 erschienen

Written by Detlev Hagemann. Posted in Digital-Publishing, Web-Publishing

Die Geschwindigkeit, mit der neue Versionen von Web-Software auf den Markt und ins Netzt gebracht werden, nimmt dramatisch zu. Ein Grund dafür ist für Aussenstehende paradox: Damit die OpenSource-Projekte immer professioneller betrieben werden oder werden können, müssen die Bedingungen schnell so geändert werden, dass Entwickler aus grossen Software-Häusern ihre Entwicklungen in kostenlose OpenSource-Projekte einbringen können. Um die Akzeptanz im professionellen Umfeld zu erhöhen, sind zuerst viele kleine Schritte nötig:

Releasezyklen

Seit 2010 gibt es deshalb zwei unterschiedliche Releasezyklen für Joomla!: einen kurzfristigen (Short Term Release) und einen langfristigen Releasezyklus (Long Term Release).

Nun wird alle sechs Monate eine neue Joomla!-Version veröffentlicht. Gestartet wurde mit Joomla! 1.6, dem ersten kurzfristigen Release, im Januar 2011.
Mit Joomla! 1.7 steht nun seit Juli 2011 das zweite kurzfristige Release zur Verfügung.

Nach zwei kurzfristigen Releasezyklen (1.6 und 1.7) erscheint dann wieder ein langfristiges Release. Alle 18 Monate wird es somit ein langfristiges Joomla!-Release geben, und das wird die Joomla!-Version 1.8 2.5 im Januar 2012 sein.

Für Endanwender …

… sollte sich zwischen 1.6 und 1.7 fast nichts ändern. Angeblich kann dieser Personenkreis die Version 1.7 als Sicherheitsupdate betrachten. Erweiterungen und Templates für Joomla! 1.6 sollten auch in Version 1.7 ihren Dienst versehen. Eine gewisse Vorsicht sollte man aber walten lassen und erste Erfahrungsberichte abgewartet werden, bevor man ein Update von 1.6 auf 1.7 vornimmt. Der grosse Unterschied zwischen Version 1.5 und nun 1.6/1.7 bleibt natürlich weiterhin bestehen.

Ab 2011 wird kassiert …

Written by Detlev Hagemann. Posted in News, Print-Publishing, Web-Publishing

Die Zeitungen wandern mit den Inhalten ins Web – man kann es auch anders ausdrücken: Die Inhalte wandern ins Web und als Folge auch die Inhalte der Zeitungen. Das wissen wir alle.
Und im Web sind viele Inhalte kostenlos abrufbar … Auch das ist Allgemeingut.
Dass diese Situation für die Verlage finanziell heikel wird, das liest und hört man hinter der mehr oder minder vorgehaltenen Hand.

Die vorgehaltene Hand weggenommen hat dieser Tage nicht irgendwer, sondern die New York Times. Mit Mitteilungen auf der Homepage, mit Statements bei Kongressen.

Die New York Times wird den branchenweiten Vorreiter spielen wollen (oder müssen), wie man mit einem noch genauer zu definierenden Bezahlmodell den Web-Leser dazu bringen kann, für Inhalte nun doch zu bezahlen.
Und diese publizistische Vorbereitungsoffensive ist jetzt angelaufen mit Aussagen wie «Wir werden irgendwann in der Zukunft aufhören, die ‹New York Times› zu drucken». Die Jahreszahl 2015 steht im Raum, ohne sie zu bestätigen oder zu dementieren.

Die Eröffnung dieser Offensive führt wiederum bei den anderen renommierten Verlagen zu etlichen Kommentierungen und Beiträgen im Web, z.B. beim Spiegel Online: «Ende der Print-Ära» und «„New York Times“ will Geld von Netz-Lesern – ab 2011». Mancherorts kann man die Kommentare auch noch gedruckt in der Zeitung oder in der Zeitschrift lesen …

Google Street View

Written by Detlev Hagemann. Posted in Web-Publishing

Eigentlich wollte ich mich nie zu den merkwürdigen Diskussionen in Deutschland um Street View und das Verpixeln von Häuserfronten äussern …

Doch dann sah ich gestern im Fernsehen «Kontraste» – und ich wusste: Ich als Deutscher bin mit meiner Meinung zu Street-View auch in Deutschland nicht allein.
Aber um Missverständnissen vorzubeugen: Google sollte man meiner Meinung nach intensiv auf die Finger schauen – aber Street-View ist das denkbar ungeeignetste Objekt.

Werfen wir einen Blick ins heutige Internet mit wenig(!) Hintergrundwissen: Was erfahre ich dort über eine Person:

  • Facebook liefert Alter, Freunde, Beruf, Familienstand, Hobbies, teilweise politische Einstellung und noch einiges mehr.
  • Bei eBay erfahre ich unter Umständen, was zuletzt gekauft wurde.
  • Bei Amazon, welche Bücher diese Person für interessant hält => wenn es Ratgeber sind, kenne ich auch die Probleme dieser Person.
  • Bei Twitter erfahre ich, dass diese Person mit der ganzen Familie für 2 Wochen in Österreich Ferien macht => Einladung an alle Einbrecher.
  • Ich erfahre weiter, wie sie das Hotel schlussendlich in Google bewerten.

Jetzt kann man natürlich entgegnen, dass man Facebook nicht nutzen muss. Sagen Sie das einem Jugendlichen. Wenn er Ihnen folgt: Er wäre sofort ein Aussenseiter, denn alle um ihn herum wachsen mit Social-Media-Diensten auf.

Warum wir in diesem Beitrag über Google Street-View letztendlich bei Facebook gelandet sind? Facebook hat in Amerika ein GEO-Tagging vorgestellt. Was dann möglich ist, darf man sich gar nicht vorstellen. Aber davon ein anderes mal 🙂

Fertige Webseite durch «MyWebsite»

Written by Detlev Hagemann. Posted in Web-Publishing

Wir hatten es ja schon in unserem Blog geschrieben: Eine Teilnehmerin konnte eine Webseite für Ihren Kunden im Kurs «MyWebsite» fast fertigstellen. Aus «fast» wurde eine Woche später dann «ganz».

Die Herausforderungen für diese Webseite war, dass zum geplanten Print-Auftritt bei bestehendem Budget maximal ein grafisch ähnlicher „Vistenkarten-Webauftritt“ möglich schien. Im Kurs erkannte die Teilnehmerin aber sofort, dass ihr mit dem Kursinhalt die Parallel-Entwicklung von Print- und Web-Auftritt gleichzeitig gelingen könnte und dass sie und der Kunde mit Joomla! die Webseite auch pflegen werden können. Das Ergebnis: Alle Beteiligten sprühen vor neuen Marketing-Ideen.

Wir finden, dass unserer Kursteilnehmerin das Vorhaben meisterhaft gelungen ist. Doch schauen Sie sich selbst das Projekt an, das in unserem Kurs entstand. Hinter dem folgenden Bild ist die Webseite verlinkt:

eltravel-474

Die Drucksachen unterstützen das CD – natürlich. Vor kurzer Zeit hätten wir aber noch geschrieben: Die Webseite sieht aus wie die Drucksachen:

grusskarten_low_Seite_2

Doch machen Sie sich selbst ein Bild, ob für Sie oder Ihre Kunden eine Webseite mit ähnlicher Funktionalität nicht auch genau das Richtige wäre. Der nächste Kurs startet im Januar!

Wenn Sie sich für diesen Lehrgang interessieren, können Sie sich hier informieren
oder direkt anrufen: 062 745 90 15.

Passwörter im Firefox – raus und wieder rein

Written by Detlev Hagemann. Posted in Gut zu wissen, Web-Publishing

firefox-tipps«Die Stärke von Firefox ist seine Flexibilität. Es gibt hunderte Erweiterungen für den Alltags-Anwender wie auch für den Web-Profi (Erweiterungen Firefox).» Mit diesem Satz kann man jeden Artikel über Firefox eröffnen – und ich tue es hier zum wiederholten Mal.

Firefox kann Passwörter speichern
Darüber freue ich mich als Anwender, denn ich muss mich nicht darum bemühen, komplizierte Passwörter einzugeben. Aber was ist, wenn ich den Rechner wechseln muss? Sind dann alle Passwörter verloren? Muss ich die ganze Eingabe von neuem beginnen? Diese Fragen gipfeln in:

Kann man Firefox-Passwörter übertragen?
Ohne weitere Hilfsmittel geht es nicht – aber wir erinnern: Firefox ist durch die Erweiterungen flexibel. Mit dem Add-on «Password Exporter» geht es.

1. Nach der Installation steuert man unter Extras die Add-ons an.

PasswortExporter4

2. Im folgende Fenster steuert man den Einstellungsdialog zum «Password Exporter» an.

PasswortExporter11

3. Nun kann man die Passwörter exportieren.

PasswortExporter2

4. Die Frage der Sicherheit bleibt natürlich, wenn jemand unbefugt an diese Export-Datei gelangen könnte …

PasswortExporter3

5. Als Export-Format empfehle ich den xml-Export (beim csv-Re-Import gäbe es eine Fehlermeldung, wenn nicht manuell die Endung .csv an den Dateinamen angesetzt worden ist).

PasswortExporter7

6. Diese Datei kann auf einen anderen Rechner kopiert werden – oder ganz einfach als Backup der gespeicherten Passwörter genutzt werden.

7. Der Import-Befehl wird wieder unter Extras > Add-ons > Password Exporter > Einstellungen erreicht.