XPress-Tipp 10: Hilfslinien spiegeln

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: Beim Wechseln von rechten und linken Seiten muss meist das Gestaltungsraster gespiegelt werden. Dabei ist häufig die Musterseitenfunktion wenig hilfreich, weil damit auch die Gefahr der Elementverschiebung besteht.

Die Lösung: Die Spiegel-Funktion der neuen Hilfslinien-Palette nutzen. (In XPress 7 stand diese Funktion nur in Englisch zur Verfügung, wenn die XTension «XPert Layers» geladen war.)

ausgangssituation
Die Ausgangssituation: Für spätere Seitenumstellungen soll das Gestaltungsraster gespiegelt werden. Zur Demonstration der Arbeitsweise sind die senkrechten Hilfslinien der linken Seite in Rot und die rechten Seite in Grün gehalten.

Vorbereitender Schritt: Sie haben die Palette geöffnet und sehen die Hilfslinien wie in diesem Beispiel:
ausgangshilfs

1. Schritt: Sie wollen die Hilfslinien der rechten und der linken Seite – also der Seiten der Montagefläche – spiegeln, dann klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Montageflächen-Nummer, so wie hier gezeigt:
guides-der-montageflaeche
und wählen den Befehl «Hilfslinie spiegeln.

beides-ist-gespiegelt
Das ist das Ergebnis, was wir erwarten können, wenn dieser Befehl seitenbezogen verstanden wird.
Es ist auch das Ergebnis, das XPress 7 brachte und zukünftige Versionen von XPress 8 wieder zeigen werden.
In den Versionen 8.0 bis 8.02 wird jedoch nicht gespiegelt sondern um 180° gedreht. Quark ist dieser Fehler bekannt, und es ist versprochen, dass das Verhalten mit dem nächsten kostenlosen Update wieder «gut» wird.

2. Schritt – ein Workaround durch Nutzen eines anderen Features.
Sie wollen nur einzelne Hilfslinien spiegeln? Dann wählen Sie die gewünschten Hilfslinien in der Palette aus und klicken dann mit der rechten Maustaste auf einer dieser Linien; so wie hier gezeigt:
guides-einer-seite
und wählen nun den Befehl «Hilfslinie spiegeln.

links-ist-gespiegelt
Es sind nur die Hilfslinien gespiegelt worden, die auch ausgewählt waren.
Für XPress 8.0 bis 8.02 heisst das, dass man die waagerechten Linien nicht mit auswählen sollte, wenn man spiegeln und nicht drehen will.

Quark-Aktion: Upgraden bis zum September

Written by Detlev Hagemann. Posted in Allgemein, Print-Publishing, XPress

XPress8-Icon

Quark hat eine Pressemitteilung zu den veränderten Bedingungen für Upgrades von alten XPress-Versionen herausgegeben.
Mich haben trotz des ausführlichen Textes von Quark mehrere Anfragen erreicht: «Wie ist das gemeint? Ich habe doch die Version X.xx…».
Bei den meisten Anfragen werden zwei Sachen durcheinander geworfen:
Unterstützung (= Support) für eine Version einerseits und Upgrade-Möglichkeit andererseits.

Also noch einmal kurz zusammengefasst:

  1. Ein Upgrade ist ein Versionssprung: z. B. von Version 7 auf  Version 8
  2. Ein Update ist eine Veränderung der Subversion: z. B. von 6.1 auf 6.5. Bei Quark sind Updates seit langer Zeit kostenlos, Upgrades jedoch kosten Geld.
  3. XPress 6.x wird nicht mehr supportet: keine Updates mehr, kein technischer Support, keine Kaufmöglichkeit.
  4. Von XPress 6 und 7 wird man weiterhin auf XPress 8.x upgraden können.
  5. Von XPress 3 bis 5 wird man nur noch bis zum September 2009 upgraden können – ab dann müsste eine Vollversion gekauft werden.
  6. Ein Upgrade von XPress 3 auf Version 8 ist genauso teuer wie ein Upgrade von Version 7 auf Version 8.

Betriebe und Einzelkämpfer, die von alten XPress-Versionen auf die Version 8 umstellen wollen, sollten unbedingt diese Website besuchen: www.xpress-upgrade.com.

XPress-Tipp 09: Ebenenfarbe ändern

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: Häufig ist die Farbe der Elemente zu «schlapp», um die einzelnen aktivierten Elemente sicher im Layout zu erkennen – oder sie ist zu stark, um bei vielen Elementen nicht irritiert zu werden.

Die Lösung: Die Ebenenfarbe und damit Ansicht der zugehörigen Elemente kann verändert werden – auch die Farbe der Standard-Ebene ist nicht in Stein gemeisselt.

Mit XPress 8 hat sich die Farbe der Standard-Ebene wieder geändert: nun zu Hellblau. Das ist für viele Prozesse keine geeignete Farbe.
Ansicht in Hellblau

Wenn sich nicht viele Elemente überlagern, greife ich häufig zu kräftigen Farben. Hier zum Beispiel Apfel-Rot.
Ansicht in Rot

Wie stellt man nun die Ebenenfarbe um?

1. Schritt: Doppelklick auf die gewünschte Ebene in der Ebenen-Palette. Nun geht der folgende Dialog auf:
attribute

2. Schritt: Doppelklick auf das kleine Symbol der Farbe und ein weiterer Dialog geht auf:

farbe-auswahlen
Am Mac stelle ich häufig zur Auswahl auf die Kreidestifte (Crayon) um und wähle – 3. Schritt – eine gewünschte Farbe.
Mit zweimal OK ist die Anzeige der Elemente einer Ebene umgestellt.

Was gibt es zu bedenken?

Die Ebenenfarbe ist eine Layout-Einstellung, wandert also mit dem Layout.
Leider gibt es keine Vorgabemöglichkeit für neue Layouts.

XPress-Tipp 08: Form erweitern

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: Bei Logo-Konstruktionen oder bei «Filet» um Bilder braucht man eine parallele Formerzeugung. Was bei exakten Kreisen oder Quadraten durch einfaches Skalieren möglich ist, könnte bei unregelmäßigen Formen zur Sisyphos-Arbeit ausarten …

Die Lösung: Die Lösung ist so einfach wie ungewöhnlich: Man muss in den Layout-Voreinstellungen die Randplatzierung verändern.

Als Beispiel das gewünschte Endergebnis: Die gelbe Form soll aus dem blauen Hintergrund mit 2 mm Abstand ausgespart werden.endprodukt

Und so sieht die Startsituation aus – unten blaue Fläche, darüber gelbe Form und oben rote Spitze:starter

1. vorbereitender Arbeitsschritt: Sie stellen die Randplatzierung auf «Außen» um.
randplatzierg_aussen

2. vorbereitender Arbeitsschritt: Sie «klonen» die gelbe Form, das bedeutet Duplizieren auf die gleiche Stelle.
klonen

Nun haben Sie die gelbe Box doppelt übereinander liegen. Diese doppelte Box wird später bei einem Arbeitsschritt verbraucht werden.

3. Schritt: Der oben liegenden gelben Form geben Sie jetzt einen 2 mm breiten Rand (Ich habe den Rand aus Kontrollgründen transparent gestellt.):
rahmen

zwischenprodukt
Deutlich erkennbar: Die gelbe Fläche ist gleich gross, aber durch den Rahmen erweitert.

4. Schritt: der entscheidende Moment – jetzt werden diese Fläche und die im Hintergrund liegende blaue Fläche gemeinsam selektiert und miteinander verrechnet (die doppelte gelbe Fläche wird dabei «verbraucht»). Das geht per Menübefehl: Objekt > Vereinen > Differenz.

differenz

Und das war es auch schon. Unsere am Anfang gezeigt Situation ist erreicht.

Was gibt es zu bedenken?

Stellen Sie nach dem Procedere die Grundeinstellung für die Randplatzierung wieder auf «Innen».

Wie macht es der Illustrator?

Hier heisst der Befehl «Pfad verschieben»
illustrator

QuickLook-Tipp 1: CoverFlow im Einsatz

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Mac OS X-Tipp

hagemann_osxProblem: Wir alle haben sehr viele Daten auf dem Computer. Darunter die richtige zu finden, wird immer schwerer.

Teillösung: besseres Ausnutzen des Betriebssystems.

Im Leopard (OS X 10.5.x) kommt eine neue Technologie von Apple zum Einsatz, die es ermöglicht, eine schnelle Vorschau von Dateien zu erhalten – ohne sie in einem Programm öffnen zu müssen: «QuickLook». Im Deutschen heisst diese ganze Technologie leider ganz schlapp «Übersicht».

Jochen Uebel hatte ja in seinem Beitrag über den InDesign-QuickLook-Filter die Cover Flow-Ansicht eines Ordner-Inhalts schon einmal gezeigt. Hier ein anderes Beispiel:

coverflow1
Cover Flow – das ist die Stelle, an der die QuickLook-Technologie am schnellsten sichtbar wird: Wir sehen eine Vorschau der ersten Seite von aktivierten Elementen.

Der Kurzbefehl, um in die Cover Flow-Ansicht eines Ordners zu gelangen, ist cmd+4 (Apfel+4).

Das Beste natürlich zum Schluss: Die Cover Flow-Ansicht funktioniert auch in Such-Ordnern! Die Auswahl des richtigen Logos wird nun auch optisch unterstützt.
coverflow2

XPress-Tipp 07: Fuss- und Kopfzeilen auf Textpfade

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: Viele Layouter setzen die Kopf- und Fusszeilen für Pagina, Ausgabenummer, Kapitelangaben, Autoren, Datum usw. in eine normale Textbox – und wundern sich dann, wenn Texte durch verdrängende Eigenschaften letztendlich nicht an der gewünschten Stelle stehen.

Die Lösung: Seit XPress 4 setzt man solche Elemente am effektivsten auf Textpfade.

Text auf Pfad
Viele wissen es immer noch nicht: Steht in XPress der Text auf einem Textpfad, wird er auf keinen(!) Fall verdrängt (hier von der leeren Bildbox). Diese Eigenschaft – neben weiteren – macht den Textpfad so attraktiv für Kopf- und Fusszeilen.

Zusammengefasst: Welche Vorteile hat Text auf Pfad in dieser Situation?

– kein Verdrängen mehr möglich
– Textplatzierung über die Grundlinie und nicht über die Versalhöhe oder die Oberlänge – das erleichtert das Arbeiten mit unterschiedlichen Textgrössen enorm

Was gibt es zu beachten?
Die Eigenschaften des Textpfades sollten gegenüber dem Auslieferungszustand von XPress geändert werden:

2mmLinie . Grundlinie unten
Stärke des Textpfades: 2mm (lässt sich gut aktivieren und mit diesem Wert dann auch rechnen), Farbe: «Keine», Text ausrichten: «Grundlinie», An Zeile ausrichten: «Zentriert» oder «Unten»

XPress-Tipp 06: Die Landung des @

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: In vielen Schriften und Schriftschnitten fehlt dem «@»-Zeichen die richtige Bodenhaftung – es steht viel zu hoch.

Die Lösung: Mit XPress 7 oder 8 kann man die vertikale Unterschneidung von Buchstabenpaaren verändern und für unsere Zwecke nutzbar machen.

das hüpfende @ soll "geerdet" werden

Wie geht man vor, um die vertikale Unterschneidung zu verändern?

1. Arbeitsschritt: Gehen Sie unter Hilfsmittel zum Befehl «Unterschneidungstabelle bearbeiten…» und suchen Sie sich Ihre Brot-&-Butter-Schrift heraus – zum Bearbeiten.

gewünschten Schriftschnitt aussuchen
Als nächste Arbeitsfolge müssen Sie nun alle 26 Kombinationen (a@, b@, c@ usw.) mit dem «@»-Zeichen mit einem negativen vertikalen Wert versehen und zur Liste «Hinzufügen». Mit «OK» und «Sichern» verlassen Sie die Dialoge.
Vertikale Unterschneidung

Was gibt es zu bedenken: Normalerweise tauchen OpenType-Schriften nicht bei den zu unterschneidenden Schriften auf. Dann müssten Sie bei den Projekt-Vorgaben die Verwendung der OpenType-Unterschneidung deaktivieren.

Der grosse Wurf – unser QuarkXPress 8-Buch

Written by Detlev Hagemann. Posted in XPress

xpress8-buch_

Kurze Zeit nach Erscheinen ist «QuarkXPress 8 für Insider» bei Amazon schon das meistverkaufte Buch zu XPress 8.

Für uns ist das die Bestätigung: Unser Trainer Detlev Hagemann hat mit Matthias Günther und Isolde Kommer einen würdigen Nachfolger der Samuel Hügli-XPress-Bücher geschrieben.

Dreimalig einmalig:
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XPress-Tipp 05: Die Flucht der Grossbuchstaben

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: Die Oberkante der Bilder soll mit den daneben stehenden Buchstaben auf einer Höhe liegen. Diese Layout-Aufgabe soll schnell und präzise abzuarbeiten sein.

Die Lösung: Mit XPress 8 lässt sich das Seiten- oder Textrahmenraster so einrichten, dass zusätzlich zum Grundlinienraster auch ein Versalhöhenraster sichtbar wird – mit magnetischen Eigenschaften.

Bildoberkante, Versalhöhe und Linienkopf auf einer Höhe

Wie geht man vor, um zum Versalhöhenraster zu kommen?

1. Arbeitsschritt: Ich wechsle auf die Musterseite und gehe dort zu «Seiten > Master-Hilfslinien und Raster…» und wechsle dort sofort in «Einstellungen anzeigen». Dort aktiviere ich den oberen Punkt, so dass die Oberlinie gezeigt wird.

textrasterb Schriftgrösse ist ungleich Kegelhöhe

Jetzt folgt der 2. Arbeitsschritt. Ich wechsle ins Register «Texteinstellungen». Möchte ich zum Beispiel eine 10 pt Schrift mit 12 pt Zeilenabstand setzen, können sich folgende Werte ergeben:

10 pt grosse Schrift mit 8,6 pt Versalhöhe wird mit 3,4 pt Linienabstand auf 12 pt Zeilenabstand gebracht.

Das Endergebnis können wir im ersten Bild als Beispiel sehen: Grüne magnetische Hilfslinien erleichtern das Ausrichten von Bild und Linie ungemein.

Steuerung der Sichtbarkeit und der AnziehungskräfteNun noch Anmerkungen zur Sichtbarkeit:

  • «Hilfslinien» zeigt wie gewohnt die Hilfslinien, die Objekt-Umgrenzungen und den Satzspiegel
  • «Seitenraster» zeigt das ehemalige Grundlinienraster, das wir ja gerade um das Versalhöhrenraster ergänzt haben.
  • «Textrahmenraster» macht das Xpress-8-neue Textrahmenraster sichtbar, wenn es denn in der Textbox eingeschaltet ist.

Anmerkungen zu Anziehend/magnetisch

  • «Hilfslinien magnetisch» macht Hilfslinien und Satzspiegel magnetisch.
  • «An Seitenrastern verriegeln» schaltet den Magnetismus von Grundlinien- und Versalhöhenrastern der Seite und der Textboxen ein.

XPress-Tipp 04: Drehung entfernen

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem: In sehr komplexen XPress-7/8-Layouts mit vielen Schatten und Transparenzen kann folgendes Detail zu fehlerhaften PDFs führen: eine gedrehte Polygonform ist mit einem Schatten versehen worden (und steht über mehreren anderen transparenten Layout-Elementen) – da hilft auch die freundliche Herzchenform nicht wirklich weiter.
Die Lösung: Die Form muss entdreht werden – das folgende Bild verdeutlicht das eben gesagte: links das gedrehte Herz und rechts das identische, aber «entdrehte» Herz.

0

Wie löst man nun dieses Problem?
Als Bild nochmals die tatsächliche Ausgangssituation:

1

Nun folgt der 1. Arbeitsschritt: Sie ziehen eine zusätzliche nicht überlappende Box gleichen Typs auf, senden dieses neue «Objekt > Ganz nach hinten» und selektieren dann beide Boxen. So sollte es dann aussehen:

2

Jetzt folgt der 2. Arbeitsschritt. Die beiden Boxen werden zu einem Element vereint:

3

So schaut das Ergebnis unserer Bemühungen aus: die Drehung ist verschwunden, aber leider auch die Farbe und der Schatten:

4

Als 3. Arbeitschritt ist die Zerlegung der Elemente angesagt:

5

Das neuerliche Ergebis sieht so aus:

6

Nun folgen Arbeitsschritt 4, 5 und 6:
4. Löschen derHilfsbox
5. Einfärben des Herzens
6. Schlagschatten wieder anfügen.
Dann haben wir endlich wieder unser «entdrehtes» Herz:

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Übrigens:
Dieser Ablauf geht noch schneller. Wer hat die entscheidende Idee?