Das Dock kann auch anders!

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Mac OS X-Tipp

hagemann_osxProblem: Das Fenster des Dock steht immer vor den Fenstern anderer Programme. So lassen sich häufig Befehle am Fuss oder Rand eines Programms nicht ausführen, weil sich das Dock automatisch davor blendet.

Lösung B: Man kennt die Unixbefehle und verändert das Verhalten des Docks.

Lösung A: Man benutzt ein Tool wie das Shareware-Programm Onyx >> hier der Download für Leopard
Onyx ist eigentlich als Reparatur- und Pflegewerkzeug bekannt, es bietet aber auch einige Einstellmöglichkeiten für Eigenschaften des Betriebssystems.

Nach Installation und Starten des Programms (dabei Überprüfungen für unseren Zweck abbrechen) erhalten Sie folgendes Fenster, nachdem Sie auf den Parameter-Knopf und auf das Dock-Register geklickt haben:

onyx-Dock

Die roten Umrandungen zeigen die wichtigen Einstellungen, die grünen Umrandungen sind nette Features, die ich nutze. So sieht das Dock nun aus:

dock-angepasst

Was ist erreicht?
Alle Programme mit automatischem Fensteraufbau (Adobe, Quark) respektieren diesen Bereich: «Hier gehe ich nicht von alleine hin». Das Dock springt nicht mehr vor ein Programm.

(1) die «im Dock gehaltenen»Programme
(2) Platzhalter zwischen den (1)– und den (3)-Programmen
(3) die nicht «im Dock gehaltenen», aber gestarteten Programme
(4) Platzhalter zwischen Ordnern/Dateien und Stapeln/Papierkorb
(5) Stapel aus Favoriten-Programmen

XPress-Tipp 19: «Nun sei inaktiv!»

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Vorgeschichte:
Mit XPress 8 hat sich das Verhalten der Werkzeuge drastisch verändert und vereinfacht.

Eine Auswirkung:
Die Escape-Taste deaktiviert das oder die Elemente (Box, Rahmen, Linie, Gruppe, Tabelle usw.) – egal in welchem Werkzeug man gerade ist. Alle Umsteiger aus alten XPress-Versionen sollten daran denken, und die Auch-InDesign-Anwender mit dem Wissen um Jochen Uebels InDesign-Tipp freuen sich …

Snow Leopard und Print

Written by Detlev Hagemann. Posted in MacOS, Print-Publishing

Die ganz Mutigen arbeiten schon mit Snow Leopard in der Produktion – und haben Probleme mit ihren Publishing-Programmen. Warum? Apple hat kurz vor der Freigabe von Mac OS X 10.6 noch wesentliche Teile geändert und dabei nicht alle Konsequenzen bedacht (bei Microsoft passiert übrigens meist 😉 das gleiche).

Folgende für den Print wichtige Teile sind verändert worden: «Erweiterte Font-Technologie» (betrifft vor allen Dingen XPress und ein wenig bis jetzt den Photoshop) und die Ansteuerung von Druckern. Was vielen Snow Leopard-Usern wahrscheinlich noch gar nicht aufgefallen sein dürfte: Apple (!) verhindert jetzt, dass man weiterhin in die «Adobe PDF»-Drucker drucken kann.

Wer englischsprachige Informationen zu den einzelnen Bereichen haben möchte, kann sich unter folgenden Links informieren – die SMI geht auf die einzelnen Problembereiche in späteren Beiträgen ein.
PDF Drucker: http://kb2.adobe.com/cps/509/cpsid_50981.html
Photoshop:
http://blogs.adobe.com/jnack/2009/09/a_few_problems_found_with_ps_sl.html
QuarkXPress:
http://forums.quark.com/t/21884.aspx?PageIndex=2#88599
Mehr:
http://snowleopard.wikidot.com/

Fazit:
Trotz der vielen Vorteile vom Snow Leopard als Office- und Web-Maschine – in der Print-Produktion hat der Snow Leopard aus unserer Sicht noch nichts zu suchen.

XPress-Tipp 18: «Stabile» Linien

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Vorgeschichte:
In der Quark-Welt gibt es im Gegensatz zur Adobe-Welt die «sicheren» Formen: tatsächliche Rechtecke oder Ovale und sogenannte «orthogonale» Linien. Orthogonale (rechtwinkelige) Linien sind in XPress Linien, die sich mit den normalen Bearbeitungswerkzeugen nur noch unter 45°-Winkeln verändern lassen und somit eine hohe Sicherheit gegen ungewolltes Schrägstellen bieten.

LinieXP7Bis XPress 7 gab es dementsprechend unter den Linien-Werkzeugen jeweils ein Werkzeug für «schräge» Linien und eines für rechtwinkelige. Siehe Bild rechts >>

LinieXP8Arbeitsweise in XPress 8
<< Bild links: In XPress 8 gibt es nur noch ein Linienwerkzeug. Und leider in XPress 8.0x mit einer «Macke»: Das Werkzeug erzeugte nur normale Linien – ohne Wenn und Aber. Um zu «stabilen» Linien zu kommen, mussten sie erst per Menübefehl in orthogonale Linien umgewandelt

So soll es sein und so ist es jetzt: 8.1
In XPress ab Version 8.1 sieht die Situation anders aus: Drückt der Anwender während des Aufziehens der Linie die Shift-Taste, dann entsteht automatisch eine orthogonale Linie. Da freut sich der Power-User!

Möchte man überprüfen, was man für eine Linie erzeugt, kann man jederzeit unter «Objekt >>Form» den Typ auslesen oder verändern:
Form-Linie

Corporate Wording oder «Achte aufs geschriebene Wort!»

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing

Marketing-Give-Away_bloglogoStändig «sagen» Sie etwas über Ihre Firma und über Ihre Produkte/Dienstleistungen auf Ihrer Homepage, im Blog, vielleicht auf Twitter und natürlich im Print-Produkt. Vergessen Sie dabei nicht: Wenn der Kunde will, dann informiert er sich über Sie und Ihre Produkte – meist im Web.

Wie intensiv Sie die Kommunikation mit Ihren Kunden heutzutage auch betreiben: Das geschriebene und gesagte «Wort» wird entgegen allen Unkenrufen von den Vertretern der bunten Bilderwelt wieder deutlich wichtiger.
Und wir prophezeien: Sie werden in Zukunft immer mehr schriftlich kommunizieren – und das Internet vergisst dabei nicht ein Wort!

Wichtige Fakten: Das «Wort» schafft mehr Vertrauen als ein glattes Produktbild oder eine Grafik (– grössere Emotionen kann man jedoch mit Bild oder Farbe erreichen). Gefährden Sie Ihre Glaubwürdigkeit und somit Ihre Existenz oder die Ihrer Firma also nicht durch unüberlegtes «Geplapper».

Die Konsequenz

Überprüfen Sie kritisch die Ausdrücke, mit denen Sie und Ihre Firma sich und Ihre Produkte oder Dienstleistungen schmücken:

  • Gibt es vielleicht Widersprüche in Ihren Aussagen? – Plakatives Beispiel. Slogan: «Wir sind immer für Sie da» versus Ansage am Anrufbeantworter: «Unsere Zentrale ist von 9 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr besetzt.»
  • Wird eventuell zu dick aufgetragen?
  • Sind alle Begriffe eindeutig und dabei positiv? Plakatives Beispiel: «Montags geschlossen!» versus «Dienstag Mittag bis Sonntag Abend geöffnet!»
  1. Erstellen Sie eine Liste der positiven Begriffe und Formulierungen.
  2. Begrenzen Sie die Vielfalt.
  3. Vergessen Sie auch nicht die Liste mit den Ausdrücken, die keinesfalls benutzt werden sollen.

PS

Überprüfen Sie doch mal meine Wortwahl und meine Beispiele auf die vorgenannten Punkte.

Corporate X: CD, CI, CL, CW usw.

Written by Detlev Hagemann. Posted in Marketing & Publishing

Faszinierende Zeiten: Da gibt man als Kursleiter einen Basis-Kurs für ein Print-Programm, und schon nach zwei Stunden landet man in ganz kurzen Diskussionen über das CD – das Corporate Design von Firmen. Nach vier Stunden werfen Kursteilnehmer und der Kursleiter dann ein kurzes Spotlight auf CL oder CW: Corporate Language und Corporate Wording. Fast unweigerlich beginnt im Kurs neben dem Erlernen des Programms die Fokussierung auf Stil und ‹gelebte› Struktur.

Parallel fand der «Crashkursus Drucksachengestaltung» statt. Fazit nach dem Kurs: «Toller Kurs, aber ‹meine Firma› hat bis jetzt gar keine Regeln: keine Regeln für die Gestaltung und die Benutzung der Typographie (CD), keine Regeln für die Benutzung von Wörtern (CW) und keine Regeln, in welchem Sprachstil für Produkte geworben oder in welchem Sprachstil auf Reklamationen (CL) geantwortet wird.» und «Weil wir bis jetzt keine Regeln haben, ‹eiern› wir immer so ’rum.» und «Ist gar nicht so schwer für KMU, ein funktionierendes Regelwerk aufzustellen.»

Damit wir uns nicht missverstehen: Diese Regeln dienen in erster Linie dem Kunden. Die Regeln sollen den ‹Wohlfühlfaktor› zu Ihrer Firma erhöhen. Wenn die Regeln auch Ihre eigene Arbeit erleichtern, dann haben wir einen weiteren und erwünschten Effizienz-Faktor. Denn Regeln lassen sich in Software abbilden und beschleunigen die Prozesse. Und Regeln sind nur Regeln – sie lassen sich mit Verstand anpassen.

Warum bekommen diese Corporate-Themen (grosser Begriff CI = Corporate Identity) mittlerweile solch ein Gewicht schon in Anfänger-Kursen? Alle Kursteilnehmer wissen oder spüren heute, dass ihr Print- und noch viel mehr ihr Web-Auftritt pures Marketing ist. Sie sehen (oder spüren), dass es Brüche zwischen den einzelnen ‹Auftritten› ihrer Firmen gibt. Und sie bekommen in den Kursen im ersten Moment eher technische Antworten – im zweiten Schritt dann aber Ideen, wie sich ein Regelwerk entwickeln lässt oder wie man es mit Nachdruck einfordern kann.

Marketing-Give-Away_bloglogoWie geht es weiter?

Dieser Beitrag ist der ‹Starter› für die neue kleine Serie «Corporate X – unser Marketing Give-Away» in unserem Blog. In dieser Serie kümmern wir uns um die Wechselwirkungen zwischen Inhalt und Form im Marketing und im Publishing fürs Web und für den Druck; für den Schreibstil im Blog und im Gedruckten; für das Aussehen des Logos auf der Homepage und im Druck.

PS:

Haben Sie meine ganz persönlichen Regeln für die Anwendung der einfachen (‹einfach›) und der doppelten («doppelt») Anführungszeichen erkannt? Bin ich in der Anwendung konsequent geblieben?

Update auf XPress 8.1 erschienen

Written by Detlev Hagemann. Posted in XPress

XPress8-IconQuark hat im Hochsommer ein neues Update für XPress 8 (und auch für CopyDesk und QPS) lanciert: Die neue Subversion ist die «Punkt-1».
Der grosse Umfang, der in diesem Update steckt, war früher schon mal Grund genug für ein zu bezahlendes Upgrade (einen vollen Versionssprung). Quark drückt also weiterhin mit XPress aufs Gaspedal.

Wichtigste Neuerung ist sicherlich, dass XPress 8.1  jetzt auch PDFs mit Transparenzen und Ebenen erzeugen kann. Nun spätestens muss man seine Arbeitsweise und seinen Workflow mit XPress auf den Prüfstand stellen.

OCR in Acrobat

Written by Detlev Hagemann. Posted in Acrobat, PDF-/Acrobat-Tipps, Print-Publishing

hagemann_PDFProblem:
In digitalen Zeiten sind nicht alle Daten so, wie wir sie haben wollen. Sie haben ein digitales Fax erhalten oder einen Brief bzw. ein Dokument gescannt. Aber der gesamte Inhalt ist immer noch ein Bild – und kein such- und findbarer Text.

Lösung:
Öffnen Sie das Bild im Acrobat und lassen OCR drüberlaufen. Und das geht so:

Schritt 1:

PDF-erstellen 1

Sie navigieren nach Aufruf des Befehls zu Ihrer TIF- oder JPG-Datei (weitere Bildformate werden auch unterstützt).

Schritt 2:

Bild öffnen

Unter dem Knopf Einstellung… verstecken sich Optionen, wie wir sie aus dem Bilderhandling vom Distiller kennen. Sie öffnen die selektierte Bilddatei, und sie wird in ein Pixel-PDF umgewandelt.

Schritt 3
Nun muss der Text im Bild erkannt werden. Dazu rufen Sie die OCR-Funktion auf.

OCR aufrufen

Folgender Dialog erschient nun:

OCR ausführen 2

Auch hier könnten Sie unter Bearbeiten … nochmals Umwandlungsoptionen verändern. Mit OK führen Sie die Umwandlung aus.

Fazit:
Sie erhalten auf diesem Weg ein PDF, das so aussieht wie das Originaldokument. Aber jetzt ist es innerhalb von Acrobat oder vom Betriebssystem aus (optimal Leopard!) durchsuchbar.
Wenn Sie nun noch Metadaten ins PDF einfügen, dann hat die Datenzukunft begonnen – doch dazu ein andermal mehr.

XPress-Tipp 17: Welche Formatierung lasse ich gewinnen?

Written by Detlev Hagemann. Posted in Hagemanns Publishing-Tipps, Print-Publishing, XPress, XPress-Tipp

Das Problem:
Sie haben verschieden formatierte Absätze – zum Beispiel in einer Tabulator-getrennten Tabelle mit ¶ als Absatzschaltung. Dort ist dann ja jede Zeile ein eigener Absatz. Nun möchten Sie, dass alle Absätze möglichst schnell die gleiche Absatzformatierung (aber nicht Zeichenformatierung) erhalten.

Das folgende Bild zeigt diese Situation mit unterschiedlichen Einzügen, Ausrichtungen, Absatzlinien, Initialeinstellungen, Grundlinienraster-Optionen, Randausgleichseinetllungen, Zeilen- und Absatzabständen und Tabstopp-Definitionen:
wilde Absatzformatierung

Erreichen möchte ich, dass alle Absätze so formatiert werden, wie der dritte Absatz mit dem roten Biber:
Text5

.

Die Lösung:
Hier hilft der Uralt-Kurzbefehl für «Absatzattribute kopieren»: Alt-Shift+Mausklick mit der Texteinfügemarke in den Quell-Absatz – in den «schönen» Absatz.

Voraussetzung: Sie haben Absätze mit unterschiedlichen Formatierungen in einer Textkette(!).

1. Schritt: Sie aktivieren die gewünschten zusammenhängenden Textpassagen.
Aktivierte Textpassage

.

2. Schritt: Nun Klicken Sie mit gedrückter Alt- und Shift-Taste in den Absatz, von dem Sie die Absatzformatierung holen möchten:
Alt-Shift-Klick in den Quell-Absatz

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3. Schritt: Das war es schon. Alle aktivierten Absätze der Textkette haben die gleichen Absatzformate
Die Absatzformate sind gleichgeschaltet worden.

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